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Wir begrüßen Frau Chabrowski und Frau Ermis als neue Kolleginnen an unserer Schule.

Unsere neuen Lehramts-                                                                             anwärterinnen heißen: Frau Multhaupt (Standort Schötmar) und Frau Heinrichs (Standort Holzhausen).

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Letzte Änderung
November 22. 2017 19:36:17 Login

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Soziales Lernen

Vereinbarungen und Regeln
Zusätzlich zu der Vermittlung fachlich-sachlicher Fertigkeiten ist es uns an unserer Schule wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem ein harmonisches, freundliches und entspanntes Miteinander für jedes Kind möglich ist. Wir sehen darin die Grundlage für erfolgreiches Lernen.
Grundlage für unser Zusammenleben sind unsere Schulregeln, die vom Kinderparlament mitgestaltet und der Schulpflegschaft im Oktober 2013 vorgestellt wurden. Die Schulregeln hängen in jeder Klasse und werden regelmäßig mit der Klassenlehrerin thematisiert. Neben den Schulregeln finden die Kinder auf dem Aushang in der Klasse die Konsequenzen, wenn Regeln zum wiederholten Mal nicht eingehalten werden. Die Lehr-kräfte gehen transparent mit Unterrichtsstörungen und dem Verstoßen gegen die Schulordnung um. Eltern werden in diese Erziehungsarbeit involviert. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig.
Unsere Schulregeln sind lebensnah, klar, eindeutig und verständlich. Es geht nicht nur darum, Dinge zu verbieten oder Grenzen zu setzen, son-dern auch gleichzeitig zu vermitteln, welches Verhalten in der eigenen Umwelt wünschens- und erstrebenswert ist.
Die Notwendigkeit der Regeln wird mit den Kindern ab Klasse 1 erarbei-tet. Ziel ist es, das Verhalten untereinander zu verdeutlichen und bei Verstößen gegen die aufgezeigten Regeln Konsequenzen zu ziehen, die den Kindern bekannt sind und deren Einsatz im Ermessensspielraum der Lehrkraft oder des pädagogischen Mitarbeiters liegt.
Dieselben Regeln gelten auch in der Ganztagsbetreuung, so dass die Kinder wissen, welche Verhaltensregeln für den gesamten Bereich ihres Schultages gelten.

Schülerparlament
„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereit-schaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erzie-hung. Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit...“ (§2, Absatz 2 Schulgesetz des Landes NRW)

Ein Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, Demokratie als Wert, als Haltung und vor allem als Handlungskompetenz bei den Schülerinnen und Schülern unserer Schule zu verankern. Demokratisch zu handeln lernt nur, wer sich schon früh einmischen und Demokratie erleben kann. Die Mitwirkung an der Gestaltung einer gerechten und für alle Menschen lebenswerten Welt muss daher schon in der Grundschule geübt werden. Die Mitwirkungsmöglichkeiten der Kinder an der Gestaltung des Unterrichts, des Schullebens und der in der Schule gepflegten Umgangsformen vom ersten Tag an aufzugreifen, auszuschöpfen und durch angemessene Beteiligungsformen weiterzuentwickeln, ist eine Zielsetzung der pädagogischen Erziehung unserer Schule.
Das Schülerparlament ist seit dem Schuljahr 2012/2013 ein demokrati-sches Mitbestimmungsgremium unserer Schule. Es setzt sich an beiden Schulstandorten aus den Klassensprechern und Klassensprecherinnen der zweiten bis vierten Klassen zusammen. Innerhalb des Schülerparlaments wird ein Schulsprecher / eine Schulsprecherin und ein Vertreter / eine Vertreterin gewählt. Diese leiten die Schülerparlamentssitzungen mit einer Lehrerin, die beratend an den Sitzungen teilnimmt.
In der Regel tagt das Schülerparlament viermal im Halbjahr (bei Bedarf öfter) für ein bis zwei Schulstunden. Ein klar strukturierter Ablauf der Sitzungen, gemeinsam festgelegte Gesprächs- und Verhaltensregeln und vereinbarte Aufgaben sorgen dafür, dass eine Schülerparlamentssitzung von den Schülerinnen und Schülern eigenständig gestaltet werden kann. Innerhalb der Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt. Aufgabe der Klassensprecher und Klassensprecherinnen ist es, die Inhalte der Sitzungen an die eigene Klasse weiterzugeben. Ebenso werden Anregungen, Ideen und Wünsche, die aus der Klasse an die Klassensprecher herangetragen werden, in den Sitzungen von diesen zur Diskussion eingebracht.

Im Schülerparlament können die Schülerinnen und Schüler direkt auf die Gestaltung unserer Schule Einfluss nehmen. Es werden Wünsche und Ideen gesammelt, wie sich die Kinder eine Schule, in der sie sich wohlfühlen, vorstellen. Das kann den Schulalltag selbst aber auch die räumlichen Bedingungen unserer Schule betreffen.
Aufgaben der Klassensprecher und Klassensprecherinnen im Schülerparlament sind:
• Sie stellen die Interessen ihrer Klasse vor und sprechen Probleme an.
• Sie berichten in ihren Klassen über die Schülerparlamentssitzungen.
• Sie bringen eigene Ideen und Wünsche zur Verbesserung des Schullebens ein.
• Sie reden bei wichtigen Themen mit (Gestaltung des Schulhofes, Gestaltung des Schulgebäudes, Gestaltung von Festen, u.a.).
• Sie diskutieren und formulieren Regeln des Zusammenlebens (z.B. die Schulregeln).
• Sie achten auf die Einhaltung der Schulregeln.
• Sie bereiten Umfragen vor und führen diese in ihren Klassen durch.
• Anschließend evaluieren sie gemeinsam die Ergebnisse.
• Sie vertreten die Schule nach außen.

Gemeinsam wird im Schülerparlament beraten, welche Dinge die Kinder selbst in die Hand nehmen können und wofür sie die Unterstützung der Erwachsenen brauchen.


Soziales Lernen
Gemäß des Mottos unserer Schule „Zusammen leben und lernen – zusammen leben lernen“, setzen wir besondere Schwerpunkte im Schulleben:
- soziales Lernen im Unterricht
- Schulregeln
- Klassenregeln
- Ich – Stärkung (Standort Holzhausen)
- Coolness-Training (Standort Schötmar)
- Kinderparlament
- buddY-Trainingsprogramm.

Soziales Lernen im Unterricht
Im alltäglichen Unterricht wird durch verschiedene Methoden des kooperativen Lernens das soziale Lernen immer wieder aufgegriffen und gefördert.
Besondere Schwerpunkte in diesem Bereich weisen im Lehrplan die Fächer Religionslehre („Miteinander Leben“), Sachunterricht („Mensch und Gemeinschaft“), Sport („Spielen in und mit Regelstrukturen“) und Deutsch („Sprechen und Zuhören“) auf.

 

Klassenregeln
Die Klassenregeln werden gemeinsam im Unterricht der Eingangsphase erarbeitet.
Verbindlich gelten folgende Regelungen:
- Ich melde mich leise, bevor ich rede.
- Ich arbeite leise.
- Ich höre zu.
- Wir helfen uns gegenseitig.

Ich – Stärkung (Standort Holzhausen)
In Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Bad Salzuflen finden regelmäßig in den 3. Klassen die Projekttage zur Ich-Stärkung, mit Sprechstunden, statt.
Das Konzept der Ich-Stärkung basiert auf den Kinderrechten der UN-Menschenrechtskonvention.
Ziele der Ich-Stärkung sind:
- Bewusstmachung der Kinderrechte
- Stärkung der Persönlichkeit
- Stärkung des Selbstwertgefühls
Gewaltprävention (Gewalt durch Mitschüler und Mitschülerinnen, Gewalt durch ältere Jugendliche, Gewalt durch Erwachsene, sexuelle Übergriffe)
- Erziehung zu mündigen Mitgliedern der Demokratie

Coolness-Training (Standort Schötmar)
Das Coolness- Training findet regelmäßig in den 3. Klassen in Form einer Projektwoche statt. Es soll die Schüler und Schülerinnen zu einem friedvollen Miteinander erziehen.
Es basiert auf den drei Säulen Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin (RAD), sowie auf der Regel „Niemand hat das Recht, den Anderen zu verletzen, auszugrenzen oder zu beleidigen.“.

buddY-Trainingsprogramm
„Seit 1999 setzt sich die Vodafone Stiftung aktiv für das buddY Programm ein. Sie ist Initiator des Programms und zugleich sein Bundes-weiter Hauptförderer.“ (buddY e.V.)
Inhalte und Ziele:
Das Training richtet sich an Schulen, die das buddY-Programm als unterstützendes Instrument der Schulentwicklung nutzen möchten. Mittels Peergroup-Education werden verantwortliches und selbstwirksames Handeln der Kinder gefördert.
„Aufeinander achten, füreinander da sein, miteinander lernen“ ist Leit-spruch des Programms.
Das Programm basiert auf den vier Säulen:
- Peergroup-Education
- Lebensweltorientierung der Schüler und Schülerinnen
- Partizipation
- Selbstwirksamkeit.
Im buddY-Projekt lernen die Schüler und Schülerinnen, Entscheidungen zu treffen und Standpunkte zu vertreten. Hier werden ihnen Türen geöffnet zur Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung.
buddY will, dass…
… Kinder erkennen, dass sie etwas wert sind. Das Selbstwertgefühl wird gefördert.
… Kinder erkennen, dass sie etwas bewirken können. Die Selbstwirk-samkeit wird unterstützt.
… Kinder Verantwortung übernehmen.
Verantwortung macht Kinder stark.
Vier Lehrerinnen des Schulverbundes wurden in einer anderthalbjährigen Fortbildung zu buddY-Coaches ausgebildet und begleiten nun die Buddys in ihrer Ausbildung und Tätigkeit.

Pausen-Buddys
In einer Umfrage in den dritten Klassen ergab sich folgende Situation:
Viele Kinder äußerten Unzufriedenheit mit der Pausenatmosphäre (Streitigkeiten, Alleinsein, Hilflosigkeit). Das Pausen-Buddy-Projekt will zur Verbesserung der Pausenatmosphäre beitragen.
Während der großen Pausen begleiten die Pausen-Buddys ihre Mitschüler und Mitschülerinnen auf dem Pausenhof, für alle erkennbar (Westen in Leuchtfarben). Sie sind Ansprechpartner auf Augenhöhe bei auftretenden Konflikten und Problemen oder auch Ersatz für fehlende Spielgefährten. Gleichzeitig vermitteln sie zwischen Schülern und Schülerinnen und den aufsichtsführenden Lehrern und Lehrerinnen.
Die Aufgabenbereiche der Buddys können nach Bedarf und Möglichkeiten erweitert und verändert werden.
Zum Pausen-Buddy bewerben sich Kinder aus den dritten und vierten Klassen freiwillig und werden von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen demokratisch ausgewählt.
In den Buddy-Stunden trainieren sie mit dem Coach Verantwortungs-übernahme, Verhalten in Konfliktsituationen und Teamgeist. Es wird kein Rezeptwissen vermittelt. Die Kinder entwickeln eigenständige Lösungsansätze und halten diese zur weiteren Reflexion im Buddy-Tagebuch fest.

 

Der buddY – Coach
Der buddY-Coach ist Organisator und Begleiter von Lernprozessen. Das heißt der Coach begleitet die Schüler und Schülerinnen wertschätzend bei ihren Problemlösungs-prozessen und schafft Rahmenbedingungen, innerhalb derer Schüler und Schülerinnen erfolgreich Selbstwirksamkeitserfahrungen machen können.
Die Buddy-Ausbildung erfolgt nach folgenden Schritten:
Praxis – Reflexion - Input - Transfer - (PRIT)
Da das buddY-Programm kein Lernen in Laborsituation ist, wiederholen sich diese Prozesse.
Vom Lehrer… … zum buddY-Coach
Wo der Lehrer plant, entscheidet, organisiert, stellt der Coach Entscheidungsspielräume für die Schüler her, be-zieht sie in Planungen mit ein und lässt sie eigene Erfahrungen machen.
Wo der Lehrer als Vermittler von Wissensstoff im Zentrum steht, schafft der Coach vielfältige Gele-genheiten für Lernerfahrungen und installiert Helfersysteme im Unterricht.
Wo der Lehrer als alleiniger Verantwortungsträger agiert, gibt der Coach den Schülern Hilfestellung, wie sie selbstständig Probleme lösen und sich gegenseitig unterstützen können.
Wo der Lehrer vorgibt, wertet und bewertet, verhält sich der Coach hauptsächlich unterstützend und fördert die Selbstreflexion des eigenen Lernens.
(siehe buddY-Programm-Trainingsordner, S.26)