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Wir begrüßen Madlen Klarhorst als neue kommissarische Schulleiterin an unserem Grundschulverbund.


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September 18. 2017 12:36:06 Login

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Beratungskonzept

 

Beratungskonzept des Grundschulverbundes Schötmar-Holzhausen
Bearbeitungsstand: Dezember 2013
 
1.Präambel
 
Die zentrale Aufgabe von Schule ist das Lernen und Lehren im Unterricht.
Um offen zu sein für Neues, neugierig, kreativ, eifrig, konzentriert und bereit zur Zusammenarbeit, sollte ein Mensch weitgehend frei sein von inneren und äußeren Konflikten und darum wissen, wie er Hilfe und Unterstützung finden kann.
 
Es ist deshalb ein wichtiges Ziel aller an unserer Schule beteiligten Personen, für ein gutes Schulklima zu sorgen. Kinder, Eltern und nicht zuletzt Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Mitarbeiter sollen sich an unserer Schule in ihrer Verantwortung, Arbeit und als Persönlichkeiten wohl, anerkannt, sicher und unterstützt fühlen. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit aller. Die Beratungstätigkeiten in der Schule sind diesem Ziel verpflichtet und tragen dazu bei.
 
 
2. Beratung als allgemeine Aufgabe der Schule
 
Das Beraten gehört neben dem Unterrichten, beurteilen und Erziehen zu den grundlegenden Aufgaben einer jeden Lehrkraft.
Beratung findet in unserer Schule in vielfältigen Formen statt:
Die Beratung von Eltern durch Schulleitung, Klassen- und Fachlehrer bezogen auf die Schullaufbahn ihrer Kinder, aber auch bezogen auf Erziehungs- und Lernschwierigkeiten ist ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus. Klassenlehrerinnen sind klassenbezogen, Fachlehrerinnen fachbezogen die ersten Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern.
Feste Einrichtungen dazu sind Einschulungsgespräche, Elternsprechtage, Schullaufbahnberatungstermine. Darüber hinaus sind die Lehrkräfte zu bestimmten Zeiten für Eltern telefonisch erreichbar und es werden Termine für persönliche Gespräche individuell und nach Bedarf abgesprochen.
Aufgrund der engen Kooperation mit einigen ausgewählten Kitas findet bereits vor der Einschulung eine Beratung der Eltern und der Erzieherinnen über schulische Anforderungen und ggfs. Fördermaßnahmen vor Schulbeginn statt.
Aufbauend auf die ausführliche Schuleingangsdiagnostik werden Beratungsgespräche zwischen Lehrerin, Eltern und der Schulsozialpädagogin über zusätzliche Fördermöglichkeiten durchgeführt.
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem KSF Lippe West werden vielfältige Beratungsaufgaben auch von den jeweiligen Sonderpädagogen wahrgenommen. Diese beraten die Eltern und die Lehrerinnen dieser Kinder über Fördermöglichkeiten und Umgang mit den speziellen Beeinträchtigungen und Fähigkeiten dieser Schülerinnen und Schüler.
Die Regionalberaterin für Kinder mit besonderen Begabungen aus dem Netzwerk für lippische Grundschulen ist zugleich Lehrerin an unserer Schule und bietet darüber hinaus Beratung im Bereich Hochbegabung für Lehrkräfte und Eltern hochbegabter Kinder an.
 
 
Lehrerinnen beraten sich miteinander z.B. in den Klassenlehrerteams, in Jahrgangsstufenteams, in den Fachkonferenzen, Klassenkonferenzen, Förderkonferenzen, pädagogischen und Gesamtkonferenzen. Sie beraten sich sowohl regelmäßig als auch nach Bedarf miteinander. Dabei gibt es Beratungen über den Umgang mit Eltern, Kindern oder Fragen des Unterrichts, aber auch der Stressreduzierung oder Gesundheitsfragen.
Ebenso beraten sich die Mitarbeiterinnen der OGS sowohl untereinander wie auch im Austausch mit den Lehrerinnen.
 
 
Die Schulleitung berät Lehrerinnen bei Schwierigkeiten mit Schülerinnen und Schülern und Eltern und bei administrativen Aufgaben und organisatorischen Problemen. Regelmäßige Personalgespräche dienen der gegenseitigen Information, aber auch der Personalentwicklung und Beratung.
Die Schulleitung hat zudem die Aufgabe, Eltern bei Schwierigkeiten jeder Art, die sich in der Schule ergeben können, zu beraten und bei der Lösung von Problemen behilflich zu sein.
 
 
Die gewählten Personalvertreterinnen beraten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schule in allen Belangen des Personalrechts.
 
 
Auch Eltern beraten Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen der OGS als „Experte“ für ihr eigenes Kind. Sie bringen ihre Erfahrungen mit ihrem Kind und ihr Wissen darüber in Gespräche mit den pädagogischen Kräften ein und leisten damit wertvolle Beiträge zur pädagogischen Arbeit. So ist an unserer Schule der erste Elternsprechtag in der ersten Klasse vor allem dafür vorgesehen, dass die Eltern den Lehrerinnen ihr Kind aus ihrer Sicht vorstellen. Hier bietet sich den Eltern die Möglichkeit darzustellen was sie an ihrem Kind besonders schätzen, welche Potentiale sie bei ihrem Kind erkennen und was sie sich für seine weitere Entwicklung – besonders in der Schule – wünschen. Das Gespräch gibt den Eltern Gelegenheit die Lehrerinnen über mögliche Schwierigkeiten und besonderen Belastungen ihres Kindes aber auch über Sorgen im Hinblick auf Schule zu informieren.
 
 
Auch Schülerinnen und Schüler werden, meist durch die Klassenlehrerin, beraten. Schüler haben auch die Möglichkeit gemeinsam mit ihren Eltern an Elternsprechtagen, die dann als Eltern-Schüler-Gesprächstag stattfinden, teilzunehmen.
Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen der OGS beraten Schülerinnen und Schüler bei Streitigkeiten mit Klassen- und Schulkameraden, bei Lernschwierigkeiten, besonderen Wünschen an Unterricht und Schule und oft auch bei persönlichen Problemen. Diese Art der Beratungstätigkeit ist alltäglicher Bestandteil des Schullebens und wird den Beteiligten meist gar nicht als „Beratung“ bewusst.
 
 
Für den Nachmittagsbereich sind vor allem die pädagogischen Mitarbeiterinnen der OGS am jeweiligen Standort die Ansprechpartner.
 
 
Nicht zuletzt beraten Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig, bei ihrer Arbeit im Unterricht, bei der sie sich helfen und unterstützen, bei Streitigkeiten und persönlichen Schwierigkeiten, auch als Klassensprecher oder Klassensprecherin.
In (fast) allen Klassen wird der Klassenrat dazu genutzt, Alltagsprobleme zu lösen und sich miteinander darüber zu beraten. Schulbezogen erfüllt diese Aufgabe das Schülerparlament, das sich aus den Klassensprecherinnen und Klassensprechern zusammensetzt.
 
 
In Situationen, in denen eine weitere Beratung zur Unterstützung von Schülern, Eltern oder Lehrkräften erforderlich wird, kann die Beratungslehrerin auf Anfrage von außen aktiv werden.
 
 
3. Die Beratungslehrkraft
 
Der GSV Schötmar-Holzhausen verfügt seit dem Schuljahr 2013 / 2014 über eine ausgebildete Beratungslehrerin. Nach Beschluss der Schulkonferenz erhält die Beratungslehrkraft eine Stunde Unterrichtsermäßigung, die zunächst für die Ergänzung und Unterstützung der o.g. Beratungstätigkeiten aller der Personen dient, die in der Schule beratend tätig werden.
Der Aufgabenbereich der Beratungslehrkraft ist im Beratungserlass geregelt und erläutert (Rd.-Erl. D. MSW v.08.12.1997 – Beratungstätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule).
 
3.1. Arbeitsweise der Beratungslehrkraft
Zunächst handelt es sich um das grundsätzliche Angebot zur Einzelberatung, die Eltern, Lehrerinnen, pädagogische Mitarbeiterinnen und Schülerinnen und Schüler in Anspruch nehmen können. Dazu werden auf Anfrage Beratungstermine individuell mit der Beratungslehrerin vereinbart.
 
Auch bei Konfliktgesprächen kann die Beratungslehrerin auf Wunsch aller Konfliktparteien moderierend oder beratend tätig werden.
 
Seit dem Schuljahr 2013/2014 bietet die Beratungslehrerin die Moderation „Kollegiale Fallberatung“ an, in der ein Team von Pädagogen sich gleichberechtigt – speziell moderiert - miteinander über "Einzelfälle“ gegenseitig und miteinander beraten kann. Das hat gegenüber einer Einzelberatung den Vorteil, dass mehrere Personen ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Ideen einbringen können und für jeden Beteiligten Anstöße entstehen, die wiederum in die eigene pädagogische Arbeit einfließen. Es ist dazu nicht notwendig, dass alle beteiligten Personen mit dem „Fall“ in ihrer täglichen Arbeit befasst sind.
 
Die Beratungslehrerin hat pro Standort jeweils einen Beratungsordner mit Materialien, Vorgehensweisen sowie Ansprechpartnern als eine „Erste Hilfe“ für die Kolleginnen zu unten angeführten Themen zusammengestellt. Darüber hinaus erteilt sie für Eltern, Kinder und Lehrerinnen Auskunft über Hilfs- und Beratungsangebote in Bad Salzuflen. Die Beratungslehrerin steht im persönlichen Kontakt zu verschiedenen Beratungseinrichtungen im Schulbezirk und darüber hinaus.
 
3.2. Grundsätze der Beratung
·        Die Inanspruchnahme von Beratung ist grundsätzlich freiwillig. Dabei obliegt es dem Ratsuchenden, ob und wie lange er/sie die Beratung in Anspruch nehmen will und ob er/sie Problemlösungen in die Praxis umsetzen will.
·        Die Beratungslehrerin ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, sodass die Beratung vertraulich erfolgt.
·        Die an der Beratung Beteiligten bleiben für ihren Bereich verantwortlich tätig.
·        Die Beratungslehrerin mischt sich nicht in die Kompetenzen von Klassen- und Fachlehrerinnen ein. Sie kann auf Wunsch unterstützend tätig sein, bleibt aber in der Beratung in Bezug auf das Problem und mögliche Lösungen unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.
·        Die Beratungslehrerin kann, falls es sich als sinnvoll und notwendig erweist, in Absprache mit den Ratsuchenden weiterführende Hilfe von internen Fachleuten (Klassenlehrerinnen, Förderlehrer, Schulleitung usw.) oder externen Fachleuten ( Schulpsychologen, Familienberatungsstellen, Jugendamt, Sozialpädiatrischer Dienst usw.) vermitteln.
·        Die Beratungslehrerin kann nicht für den Ratsuchenden Probleme lösen, aber sie kann bei der Suche nach Lösungen kompetent unterstützend tätig sein und Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
·        Beratung benötigt Zeit bzw. kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Manches Problem mag leicht und schnell lösbar sein, für anderes werden längere Zeiträume und mehrere Beratungsgespräche notwendig sein, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.
·        Die angebotene Beratung ist kostenfrei.
 
 
4. Zusammenarbeit mit außerschulischen Beratungsinstitutionen
 
Außerschulische Beratungsinstitutionen bieten wichtige Spezialkompetenzen für die Arbeit in der Schule und mit allen Erziehenden an. Wo immer es notwendig und sinnvoll ist, ist die Schule offen für eine Zusammenarbeit mit diesen Institutionen. Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitung und Beratungslehrkraft unterstützen Eltern gern bei der Auswahl außerschulischer Beratungsinstitutionen. Den Erstkontakt nehmen im Allgemeinen die Eltern selbst auf. Wenn die Erziehungsberechtigten damit einverstanden sind, können Schule und außerschulische Institution eng zusammen arbeiten, was eine umfassende und zügige Bearbeitung von Problemen sehr unterstützt. Auch eine Begleitung von Eltern und Kind zu einer Beratungsstelle durch Klassenlehrerin oder Beratungslehrkraft kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein und auf Wunsch der Eltern geleistet werden.
Gute, z.T. langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit gibt es bereits zum Beispiel mit folgenden Institutionen:
-         Schulberatungsstelle und Schulpsychologischer Dienst Bad Salzuflen, Schülerstr.
-         Jugendamt Bad Salzuflen
-         Kommunale Bildungsförderung und Integration, Bad Salzuflen
-         Ortsansässigen Ergotherapeuten, Logopäden, Kinderärzte
-         Sozialpädiatrisches Zentrum Bielefeld
-         Schule im Klinikum des Kreises Lippe (insb. Autismus)
-         Mobiler Beratungsdienst der Opticusschule Bielefeld (Schule für Sehen)
 
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann nach Bedarf erweitert werden. So ist es z.B. immer auch möglich, auf Wunsch der Eltern und nach Schweigepflichtentbindung mit dem zuständigen Kinderarzt oder Therapeuten eines Kindes zusammenzuarbeiten.
Soweit sinnvoll und machbar, sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, auftretende Schwierigkeiten nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch mit kompetenter Unterstützung von außen zu lösen – oder auch mit ihnen umgehen zu lernen.
Die Beratungslehrerin unterstützt bei Bedarf nicht nur Eltern, sondern auch Lehrerinnen und pädagogische Mitarbeiterinnen bei der Auswahl von und Kontaktaufnahme mit außerschulischen Beratungsstellen.
 
 
5. Beratungsanlässe
 
Mögliche Beratungsanlässe und –situationen ergeben sich im GSV in folgenden Bereichen: z.B.
-ADS / ADHS
-AO-SF-Verfahren
-AVWS
-Autismus
-Dyskalkulie
-Ergotherapie
-Familiäre Probleme
-Förderbedarf Sport
-Gesundheitsförderung (Klasse 2000)
-Hochbegabung
-Interkulturelle Beratung
-Kinder- und Jugendpsychiatrie
-Kindeswohl
-Klinische Auffälligkeiten (Ängste, Depressionen)
-Kollegiale Fallberatung
-Konzentrationsschwierigkeiten
-Krise (Tod, Trauer)
-Lese- und Rechtschreibschwäche
-Logopädie
-Motorisch auffällige Kinder (Grob-, Feinmotorik)
-Sprachstörungen
-Streitereien unter Kindern / Mobbing
-Trennungs- und Scheidungssituation
-Übergänge (Kita>GS>weiterführende Schule)
-Verhaltensauffällige Kinder