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Wir begrüßen Madlen Klarhorst als neue kommissarische Schulleiterin an unserem Grundschulverbund.


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Letzte Änderung
September 18. 2017 12:36:06 Login

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Internationale Klasse

Das Schulamt für den Kreis Lippe richtete zum Schuljahr 2013/2014 eine Internationale Klasse am Grundschulverbund Schötmar-Holzhausen ein. Die Zustimmung des Schulträgers liegt vor. Kinder, die mit geringen Sprachkenntnissen aus einem anderen Land zu uns kommen, werden über einen individuellen Zeitraum in dieser Gruppe gefördert. Der Schwerpunkt der Förderung ist die sprachliche Entwicklung und die Ausweitung der Kompetenzen der deutschen Sprache. Danach wechseln die Schülerinnen und Schüler wieder in ihre Regelklasse bzw. -schule.

Zur Zeit werden Kinder unter anderem aus Bulgarien, Rumänien, Syrien, Spanien, Polen und der Türkei gefördert. Die Internationale Klasse leitet Frau Maschmann.

 

Förderung von Seiteneinsteigern in der Internationalen Klasse

Die Grundschule Schötmar-Holzhausen verfolgt das Ziel, insbesondere die Chancen von bildungsbenachteiligten Kindern zu verbessern und deren individuellen Bildungserfolg zu sichern (interkulturelle Erziehung, Chancengleichheit, präventiver Arbeitseinsatz).

Kinder, die aus andern Ländern zuziehen und über keine Vorkenntnisse der deutschen Sprache verfügen, nehmen am Unterricht der Regelklasse teil. Zusätzlich erhalten sie eine gezielte individuelle Sprachförderung in äußerer Differenzierung. In der  im Schuljahr 2013/2014 eingerichteten Internationalen Klasse werden 8 bis 12 Schülerinnen und Schüler an fünf Tagen in der Woche zwei Stunden gefördert. Im Rahmen der inneren Differenzierung arbeiten sie nach speziell für sie zugeschnittenen Wochenplänen.

 

Sämtliche Fördermaßnahmen können nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, gemeinsam mit den Eltern zu agieren. Wenn die Kinder feste vertrauliche Bezugspersonen innerhalb der Schule haben, besteht die Möglichkeit, über diese Bezugspersonen intensiven Kontakt zu den Eltern zu bekommen. Angedacht sind niederschwellige Beratungsangebote, die das tägliche Schulleben verständlich machen, die Anforderungen der Schule an Eltern und Schule verdeutlichen (Schulfähigkeitsprofil) und Aufzeigen von Möglichkeiten, wie Eltern ihren Kindern dabei helfen können.

 1. Lernen lernen

Grundfähigkeiten und –fertigkeiten sowie soziale Kompetenzen sollen erlernt und eingeübt werden.

Man kann nicht davon ausgehen, dass viele Kinder aus anderen Ländern, die die Grundschule zum ersten Mal besuchen, schon das gesamte Handwerkszeug beherrschen, um erfolgreich lernen zu können. Lernen muss also gelernt werden.

Lernprozesse sind erfolgreich, wenn sie vernünftig organisiert werden. Diese Selbstorganisation müssen Kinder, die zu uns kommen, in der Regel von Grund auf lernen.

Folgende Fähigkeiten und Voraussetzungen sind dafür sehr wichtig und müssen eingeübt werden: 

Tasche richtig packen
Hefte sauber und ordentlich führen
Informationen eigenständig einholen
Informationen weiter geben können
Hausaufgaben richtig machen
sich konzentrieren können
geeignetes Arbeitsmaterial immer dabei haben
Hygiene beachten (Hände waschen)
Verhaltensregeln beim Essen beachten
bestehende Regeln einhalten gemäß der Schulordnung
Partner- und Gruppenarbeit
andere Ansichten berücksichtigen
andere Lösungswege respektieren

 

 2. Ziele der Förderung in der Internationalen Klasse

    Vermittlung von deutschen Sprachkenntnissen in:

Aussprache
Lautanalyse
Wortschatz
Kennenlernen der lateinischen Schriftzeichen, Üben der Laute, Lesen und Schreiben
Typische Satzmuster (Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze)
Funktion der mündlichen Sprachverwendung (z.B. um Erlaubnis bitten, Personen und Tätigkeiten beschreiben)
sich zurechtfinden in der neuen Umwelt, Lernen der Begriffe aus verschiedenen Bereichen wie Schule, Zuhause, Verkehr, Essen, Familie, der eigene Körper

 

Dabei sollte folgendes berücksichtigt werden:

Beim Vermitteln der Zweitsprache muss die Muttersprache und deren Unterschiede berücksichtigt werden.
Die schnellstmögliche Integration in eine Regelklasse über individuell abgestimmte Möglichkeiten einer punktuellen Beschulung.
Stärkung von Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung.
Lern- und Entwicklungsprozesse im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich der Kinder anregen, fördern und stabilisieren.
Ein Aufbau bzw. ein Stärken der sozialen Kompetenzen um eine Gruppenfähigkeit zu entwickeln sowie die Vermittlung von Regeln und Strukturen (Verstehen und Ausführen von immer wiederkehrenden Anweisungen, z.B. „Ich packe das Heft in die Tasche“, „Beim Essen fangen wir gemeinsam an“, etc.).

Eine unterrichtliche Förderung in den Kernfächern, basierend auf dem individuellen Leistungsvermögen mit dem Ziel, die Kompetenzerwartungen der angestrebten Regelklasse zu erreichen.

Feste Bezugspersonen für intensive Beziehungsarbeit im Schulalltag.
Die Vernetzung bestehender und die Initiierung notwendiger außerschulischer Stütz- und Fördermaßnahmen bezogen auf das Kind und dessen Familie (Jugendhilfe, Sprachscouts, Therapeuten, stadtteilbezogene Sozialarbeit).
Förderung der Integration in die Lebenswirklichkeit des neuen Lebensumfeldes der Kinder und Eltern.
Interkulturelles Lernen, kulturelle Identität bewahren, mit neu vermittelten Inhalten neue Perspektiven entwickeln und erarbeiten.



3. Rahmenbedingungen / Organisation / Durchführung der Förderung in der Internationalen Klasse

 

In der Internationalen Klasse (IK) können maximal 12 Kinder beschult werden.
Die Kinder der Internationalen Klasse kommen täglich für zwei Stunden in die Auffangklasse. Die restlichen Stunden verbringen sie in ihrer Regelklasse.
Als festes Ritual findet jeden Tag eine Begrüßung und im letzten Teil ein Tagesabschluss statt.
Die Internationalen Klasse hat ein eigenes Klassenzimmer und nutzt darüber hinaus die Bibliothek und den Förderraum.
Wir legen besonderen Wert auf eine ganzheitliche Förderung. Dabei liegen unsere Förderschwerpunkte in den Bereichen Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung.

 

4. Elternarbeit

Erziehungsarbeit mit teilweise (ob durch Kriegs- oder Migrationsschicksale unterschiedlichster Art) traumatisierten und oftmals orientierungslos gewordenen Kindern greift stets auch in die Familien ein. Hier kommt der Interaktion zwischen dem Schüler/der Schülerin, der Schule und dem Elternhaus eine besondere Bedeutung zu. Durch die Kooperation mit dem Amt für Bildungsförderung und Integration Bad Salzuflens ist eine außerschulische Unterstützung und die Vermittlung von Fachdiensten anzubahnen.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ist eine wichtige Voraussetzung für eine positive Lern- und Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern. Der gemeinsame Erziehungsauftrag von Eltern und Schule muss sich ergänzen. Elternarbeit findet statt in den Klassen, bei Elternabenden, Organisation von Klassenfesten, bei Schulfesten, Spiele-, Bastel- und Kochnachmittagen, als Begleitung bei Tagesfahrten.

Außerdem soll den Eltern die Möglichkeit geboten werden, mit Lehrerinnen und Betreuerinnen in ein zwangloses Gespräch zu kommen und sich dabei besser kennen zu lernen. Information der Eltern durch Briefe, Telefonate, Elternsprechtage und Elternsprechstunden schließen sich an.

Damit die Eltern auch bei schulischen Belangen mitreden und sich die Systeme Elternhaus und Schule mit unterschiedlichen Regeln und Verhaltensnormen angleichen können, planen wir themenbezogene Gesprächskreise (Werte und Wertevermittlung, Hausaufgaben und deren Betreuung, Unterrichtsinhalte, etc.),

Jegliche Mitarbeit der Eltern hat das Ziel, das Vertrauen zwischen Schule und Elternhaus zu fördern, zu intensivieren und zu erhalten.

Im Schuljahr 2013/2014 wurde ein Eltern Café ins Leben gerufen, damit die Partizipation der Eltern und Kinder an Schul- und Gesellschaftsleben im Ortsteil Schötmar steigen kann.